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Die Bogen und ihre Herstellung



Seine Fähigkeiten und Eigenarten befähigen Gernot Loquai, einen besonderen Bogen zu bauen, der in manchen Punkten anders ist als die üblichen Modelle. Die heutige Form entstand nach eigenen Vorstellungen und langwierigen Versuchen, aber auch aus der Zusammenarbeit befreundeten Bogenbauern. Sie erfüllt die Zulassungskriterien für die Longbow-Klasse, kann aber mit Eigenschaften von schnellen Recurve-Bögen aufwarten.

Die Aufgabenstellung ist: der Bogen soll sich weich und ohne starke Progression ziehen, schnell in den Wurarmen sein, möglichst wenig "hand shock" beim Abschuss haben und gleichzeitig stark genug für eine flache Pfeilflugbahn sein. Der glückliche Kompromiss aus diesen sich teilweise überschneidenden Eigenschaften bei den Loquai-Bögen liegt darin, dass er bei Form, Material und Verarbeitung eine besondere Ausgewogenheit gefunden hat. Die wichtigsten Einzelfaktoren sind dabei:
  • gut zu bewältigendes Zuggewicht
  • leichte Recurve (ohne Sehnenkontakt)
  • stabiles, etwas vorgelagertes Mittelteil, meist aus dichtem Tropenholz
  • Wurfarmprofil mit angenehmer Breite, um den Bogen "gutmütig" zu machen
  • ausgewogenes Verhältnis zwischen Mittelteil- und Wurfarmlänge
  • ausgesuchte, hochwertige Materialien
  • hochpräzise Verarbeitung auf z.T. selbstgebauten Spezialmaschinen
Das Resultat sind dann optisch sehr ansprechende Bögen, die durch ausgewählt schöne Materialien, gute Verarbeitung und technische Finessen begeistern. Die guten Eigenschaften muss man in Relation zu einem völlig von Hand gebauten Bogen vorwiegend aus Naturmaterialien sehen.

Je nach Einsatz und Auszuglänge baut Loquai zwei verschiedene Standard-Bogenlängen: 150 bis 155 cm für normale Größen, 160 - 165 cm für Bogenschützen mit langen Armen. Ohne wesentliche Verluste an positiven Eigenschaften lassen sich auch kurze Versionen als Jagdbögen bauen. Ohnehin geht Gernot Loquai gern auf Wünsche ein und fertigt Bögen nach den Vorstellungen seiner Kunden. Zuggewichte, Längen und Materialien sind frei wählbar; eine individuelle Griffanpassung ist selbstverständlich. Jedes angestrebte Zuggewicht wird durch sorgfältige Auswahl der speziell geschliffenen Laminate und stufenweises Annähern an die richtige Wurfarmbreite erarbeitet. Das Tillern gehört bei jedem Bogen zu den abschließenden Arbeiten vor der Oberflächenbehandlung.

Die Bögen können mit Fast-Flight-Sehnen geschossen werden.

Für die Wurfarme verwendet G. Loquai Hölzer wie Fernambuk, Eibe, Bambus, Osage orange, Masaranduba, Zebrano und Bergahorn. Hinzu kommen technische Werkstoffe wie GORDON Glass (transparent und schwarz) sowie Carbonfaser. Die Mittelteile/ Griffe erhalten ihre Schönheit durch die handwerklich und ergonomisch gute Arbeit mit Kokospalmholz, Fernambuk, Veilchenholz, Santos-Palisander, Makassar-Ebenholz, Olivenholz und anderen.

Die handgefertigten Pfeile sind natürlich getapert, mit selbstgeschnittenen Truthahnfedern befiedert und auf Wunsch geschmackvoll dekoriert. Die Köcher aus eichenlohgegerbtem, kräftigem Leder sind neben ihrer Funktionalität auch eine Augenweide. Selbst das Gurtmaterial ist speziell ausgesucht und angepasst.

Wer einmal einen solchen Bogen probeweise schießen möchte, sollte den Bogenbauer nach vorheriger Verabredung in Rüsselsheim-Königstädten aufsuchen; der Schießstand ist direkt am Hause.